Kritik - Kasimir und Karoline 12.06.2017
Wilde Fahrt im Karussell der Gefühle
Dürkheimer Theater an der Weinstraße verlegt Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“ auf den Wurstmarkt
Als sprunghaftes Auf und Ab von Bindungen, Irrungen und Wirrungen inszeniert das Dürkheimer Theater an der Weinstraße (TadW) Ödön von Horváths Volksstück „Kasimir und Karoline“. Rasant bringt die Achterbahn der Gefühle hier den Menschen ins Taumeln. Die Premiere der neuen Freilichtaufführung auf der Limburg war gelungen.
Am Anfang ist Optimismus: „Jetzt werden wir bald alle fliegen“, meint Karoline zu ihrem Kasimir, als ein Zeppelin über dem Festgelände erscheint. Regisseurin Susanne Schmelcher holt das Geschehen des 1932 uraufgeführten Stücks vom Münchener Oktoberfest auf den Dürkheimer Wurstmarkt. Es flimmert ein Schauplatz auf, dessen Stimmungen widersprüchlicher nicht sein könnten.
Die komplette Kritik finden Sie unter folgendem Link:
https://www.rheinpfalz.de/lokal/frankenthal/artikel/wilde-fahrt-im-karussell-der-gefuehle-1/
Quelle: Die Rheinpfalz, Bad Dürkheimer Zeitung vom 12. Juni 2017
Kritik - D'Artagnan und die 3 Musketiere 21.06.2016
Wechsel und Wandel des Glücks
Theater an der Weinstraße feiert auf der Limburg Premiere von „D’Artagnan und die 3 Musketiere“
Mit Fortuna kann es zugehen wie im Gefecht: Sie ist sprunghaft, herausfordernd und schwer zu treffen. Die Wechsel des unsteten Glücks führt die diesjährige Freilichtinszenierung des Theaters an der Weinstraße (TadW) „D’Artagnan und die 3 Musketiere“ vor Augen. Unter wetterwendischen Bedingungen wurde am Samstag Premiere gefeiert.
Nachdem kurz vor Aufführungsbeginn ein Platzregen die Bühne durchnässt hat, beginnt eine mutig choreographierte Unterhaltung par excellence: Nur nach wenigen Momenten ist der Zuschauer mitten im Geschehen. Mit der Brandmarkung von Anne de Breuil, der späteren Milady de Winter, sieht man Bestürzendes: Eine Frau wird nieder gezwungen und bekommt das Schandmal der Lilie in den Rücken gesengt – als lebenslanges Zeichen, gegen das königliche Gesetz verstoßen zu haben.
Die komplette Kritik finden Sie unter folgendem Link:
https://www.rheinpfalz.de/lokal/bad-duerkheim/artikel/wechsel-und-wandel-des-gluecks/
Quelle: Die Rheinpfalz, Bad Dürkheimer Zeitung vom 21.06.2016
Kritik - Oliver Twist 22.06.2015
Vermauerte Seelen
Theater an der Weinstraße erforscht mit „Oliver Twist“ menschliche Abgründe – Premiere auf der Limburg
Das Böse kann mit offener Brutalität zuschlagen oder seine Schlingen heimtückisch auslegen. Welch dunkle Spannweite dazwischen liegt, zeigt die Produktion des Theaters an der Weinstraße (TadW): Mit „Oliver Twist“ nach dem Roman von Charles Dickens begibt sie sich in eine vermauerte, entseelte Menschenwelt. Am Samstag wurde auf der Freilichtbühne der Klosterruine Limburg Premiere gefeiert.
Der Aufbau der Bühne ist schematisch gegliedert, wie es das menschliche Leben nur sein kann. So grau und inhaltsleer, wie er vor der Limburgkulisse aufragt, lässt sich der gerüstartige Betonbau auch in heutigen Großstädten ansiedeln, in der zersplitterten Welt einer bedrohlichen Zukunft oder im verwüsteten Land vergangener und aktueller Kriege. Überall, wo Menschlichkeit verfällt, kann dieses Gefüge erstehen – von Menschen bewohnt und doch kalt und unwirtlich.
Die komplette Kritik finden Sie unter folgendem Link:
https://www.rheinpfalz.de/lokal/bad-duerkheim/artikel/vermauerte-seelen/
Quelle: Die Rheinpfalz, Bad Dürkheimer Zeitung vom 22. Juni 2015




